Die Müllverwertungsanlage in Bonn - Energiegewinnung mit modernster Technologie
Die Herausforderung
In der Müllverwertungsanlage (MVA) Bonn werden täglich über 1.000 Tonnen Abfall thermisch behandelt und in Energie umgewandelt. Die Energieauskopplung erfolgt über einen Kessel- und Dampferzeugungsprozess, der extrem empfindlich auf falsche Wasserchemie reagiert. Abweichungen bei pH-Wert und Wasserqualität würden Korrosion, Ablagerungen, Anlagenschäden und ungeplante Stillstände verursachen. Ziel war es, den Kessel- und Speisewasserkreislauf dauerhaft richtlinienkonform, stabil und betriebssicher zu konditionieren.
Die sera Lösung
sera realisierte für die Kesselanlagen der MVA Bonn ein zweigleisiges Dosiersystem für Natronlauge und Ammoniakwasser zur gezielten Wasserchemie-Konditionierung gemäß VGB-Richtlinien. Beide Dosieranlagen verfügen über Ansetzbehälter (500 l), Sensorik, Auffangwannen, Dosierpumpen und zentrale Steuerung. Die Gebrauchslösungen werden vollautomatisch niveaugesteuert aus Konzentrat und Wasser angesetzt. Die Dosierung erfolgt über ansteuerbare sera Membran- und Kolbenpumpen in Abhängigkeit vom jeweiligen Anlagenbetrieb. Der Ammoniak-Teil ist gasdicht ausgeführt, um die sichere Handhabung der flüchtigen Chemikalie zu gewährleisten. Die gesamte Anlage ist in den Leitstand eingebunden und dezentral überwach- und steuerbar.
Der Kundennutzen
- Stabile und richtlinienkonforme Wasserchemie im Kessel- und Speisewasserkreislauf
- Dauerhafter Schutz vor Korrosion an Kessel-, Speisewasser- und Kondensatleitungen
- Hohe Anlagenverfügbarkeit und sicherer Dauerbetrieb der Energieerzeugung
- Reduzierter Wartungs- und Instandhaltungsaufwand
Fazit
Das Projekt zeigt: Ohne präzise geregelte Wasserchemie ist thermische Abfallverwertung nicht zuverlässig betreibbar – sie ist ein zentraler Faktor für Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit.