Prozesssichere Dosierlösungen für eine der größten Entsalzungsanlagen Afrikas
Die Herausforderung
Für die Region Agadir sollte eine der größten Meerwasserentsalzungsanlagen Afrikas entstehen, mit einer geplanten Leistung von bis zu 450.000 m³ Trinkwasser pro Tag. Solche Anlagen funktionieren nur, wenn die Vorbehandlung des Meerwassers und die Membranreinigung der Umkehrosmose absolut stabil und reproduzierbar laufen. Schwankende Wasserqualitäten, Biofouling, Scaling oder falsch dosierte Chemikalien gefährden unmittelbar Verfügbarkeit, Membranlebensdauer und Betriebskosten. Gleichzeitig sind an dutzenden Prozessstellen unterschiedliche Medien in exakt definierten Mengen zu dosieren. Ohne ein durchgängig zuverlässiges, skalierbares Dosiersystem wäre der wirtschaftliche und sichere Betrieb dieser Anlage nicht möglich.
Die sera Lösung
sera realisierte für die Anlage in Agadir ein umfassendes, kundenspezifisches Dosier- und Fördersystem für nahezu alle chemischen Prozessschritte der Wasseraufbereitung und Membranreinigung. Insgesamt wurden 17 Dosiersysteme in 25 PE-Schaltschränken umgesetzt, ausgestattet mit 77 Pumpen sowie mehreren hundert Armaturen, Fittings und Rohrleitungen. Die Systeme dosieren unter anderem Natriumhypochlorit, Natriumhydroxid, Schwefelsäure, Antiscalant und Bisulfit an den jeweils kritischen Stellen der Vorbehandlung, Umkehrosmose und CIP-Reinigung. Engineering und Projektabwicklung erfolgten in enger Zusammenarbeit zwischen der spanischen sera Niederlassung und dem Headquarter in Immenhausen. So entstand ein skalierbares, betriebssicheres Gesamtsystem für eine der größten Entsalzungsanlagen des Kontinents.
Der Kundennutzen
- Stabile und reproduzierbare Vorbehandlung des Meerwassers für die Umkehrosmose
- Schutz der Membranen vor Biofouling, Scaling und chemischer Überlastung
- Zuverlässiger Betrieb einer Anlage mit bis zu 450.000 m³/Tag Ausstoßleistung
- Technische Grundlage für lange Standzeiten, geringe Stillstände und kontrollierbare Betriebskosten
Fazit
Das Projekt zeigt, dass Großentsalzungsanlagen nicht an Membranen, sondern an instabiler Chemikaliendosierung scheitern – und dass genau hier prozesssichere Dosiertechnik entscheidend ist.