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Stoßlasten sicher beherrschen: Dosiertechnik für die Kläranlagen Winterberg

Aqua 29.01.2026

Die Herausforderung

Die Stadtwerke Winterberg betreiben zwei Kläranlagen, die im Winter durch starken Tourismus mit hohen Frachten und Stoßbelastungen konfrontiert sind. Das veränderte Nutzungsverhalten erhöhte den Harnstoffanteil im Abwasser und verschob das C/N-Verhältnis von üblichen 100:20 auf schwankende etwa 80:40, was die Denitrifikation durch Kohlenstoffmangel beeinträchtigte. Zusätzlich führte kaltes Abwasser aus längerer Schneeschmelze zu schlechtem Absetzverhalten des Schlamms in der Nachklärung. Beides gefährdete die Reinigungsleistung und die Betriebssicherheit. Es wurde eine Lösung benötigt, die beide Effekte automatisch und lastabhängig ausgleicht.

Die sera Lösung

sera lieferte für beide Kläranlagen jeweils einen isolierten, beheizten Gefahrstoffcontainer mit zwei integrierten Dosiersystemen. Für den C/N-Ausgleich dosiert eine Anlage vom Typ DAV2 Essigsäure in die Denitrifikation; zwei iSTEP S50 decken dabei sowohl hohe Bedarfsspitzen als auch kontinuierliche Kleinmengen ab. Für die Schlammabsetzung integrierten die Container eine CTD-Kleinstdosieranlage zum Ansatz und zur Dosierung polymerer Flockungsmittel. Die Polymerzugabe erfolgt automatisch in Abhängigkeit der Trübung in der Nachklärung. Das containerisierte, schlüsselfertige Konzept ermöglicht einen wetterunabhängigen, überwachten Betrieb und schnelle Anpassung an stark schwankende Zuläufe.

Der Kundennutzen

  • Stabilisierung der Denitrifikation durch automatischen C/N-Ausgleich mit Essigsäure
  • Verbessertes Absetzverhalten in der Nachklärung durch bedarfsgerechte Polymerdosierung
  • Sicherer Betrieb trotz saisonaler Stoßbelastungen und kalter Zuläufe
  • Einheitliche, wartungsfreundliche Lösung für beide Kläranlagen

Fazit

Das Projekt zeigt, dass stark schwankende touristische Zuläufe nur mit automatisierter, lastabhängiger Dosiertechnik beherrschbar sind – und dass containerisierte Systeme dafür eine robuste Betriebsbasis schaffen.